Laubengarten - Verein von 1913 e. V.   

1913    -   100 Jahre    -    2013

Mitglied im Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V.  

Upload: 30.11.2012

     Home     Geschichte      Bilder     Vorstand    Tipps    Links     Gästebuch     Standort     Freie Parzellen        Merkblätter                                                                                                                                                                                                                                                                                           Kontakt  Impressum

 

 

 

  Gärtner Pötschke - für mehr Freude am Gärtnern

  Praktiker_Logo
 
 Bauernregeln - Aberglaube oder Wissenschaft ?
 
 

 

 Hallo! Sie sind unser

                         

  Besucher – seit 2006

Danke!

 
Rezepte Kochen Backen Kochrezepte

 

 

 

 

 

top

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pflanzen - Tipp Nr.1

Süßkraut

Stevia rebaudiana

Der Zuckerersatz aus dem Gartencenter

Stevia rebaudiana ist eine mehrjährige, wärme liebende, krautige Pflanze, die aus den Subtropen stammt, nicht frosthart ist und deshalb meist als einjährige Pflanze kultiviert wird. Sie wächst 70 bis 100 cm hoch und besitzt 2 bis 3 cm lange Laubblätter. Die Blätter sind gegenständig. Stevia ist eine Kurztagspflanze*. Sie blüht weiß, die Blütenkörbchen sind zu Trugdolden zusammengefasst und endständig. Die Keimquote der Samen liegt selbst bei frischen Samen nur bei etwa 13 bis 15 Prozent. Stevia rebaudiana keimt nur aus Saatgut, welches nicht älter als ein halbes Jahr ist. Weitere Infos gibt es unter: Wikipedia über Stevia. Mittlerweile ist Stevia auf dem europäischen Markt als Zuckerersatz zugelassen. In der Regel sind jung Pflanzen für 1,99€ zu haben. Hohe Nachfrage hat aber auch oft auch hohe Preise zur Folge.

Von der Selbstaufzucht der Stevia Pflanze aus Samen wird eher abgeraten, da nur ein äußerst geringer Prozentsatz der Samen zu Pflanzen werden.Foto:Gärtner Pötschke

Die Stevia Pflanze soll einen luftigen, warmen und sonnigen Standort lieben, Temperaturschwankungen sowie auch Hitze gut abkönnen. Als subtropische Pflanzenart, die aus Südamerika stammt, mag sie es eher feucht aber nicht nass. Wird die Stevia Pflanze im Sommer über immer wieder etwas zurück geschnitten, treibt sie seitlich neu aus. Sie verträgt KEINE Staunässe!

Die Blätter der Stevia Pflanze können direkt genutzt werden, entweder frisch oder getrocknet. Ältere Blätter sollen dabei eine höhere Süßkraft aufweisen als jüngere. Da Stevia hitzebeständig ist, soll es sich auch zum Kochen und Backen hervorragend eignen. Einziger Nachteil soll der etwas kräftigere Eigengeschmack vom Zuckerersatz Stevia sein, der oft mit Lakritze verglichen wird.

Surftipp: freestevia

kostenloser Download: Stevia Ratgeber

 

*Kurztagspflanze
Pflanze, die sich bei einer Tageslänge von 8-10 Stunden und einem rhythmischen Wechsel von Tag und Nacht optimal entwickelt

 

Pflanzen -Tipp Nr. 3:

Tasmanischer Pfeffer

Tasmannia lanceolata

Bergpfeffer, Australischer Pfeffer

Verwendeter Pflanzenteil:

Die getrockneten Beeren, die in Farbe und Größe an schwarzen Pfeffer erinnern. Auch die ge­trockneten und pulverisierten Blätter werden genutzt. Ein naher Verwandter des tasmanischen Pfeffers ist der Dorrigopfeffer (englisch dorrigo pepper, Tasmannia stipitata), dessen scharfe Blätter ebenfalls als Gewürz verwendet werden. Dagegen hat die Art T. insipida keinen Wert als Gewürz.

 
Geruch und Geschmack:

Die Beeren schmecken im ersten Moment etwas süßlich und dann sehr scharf; allerdings hält die Schärfe im Mund nicht lang an, sondern weicht einem eigenartigen Gefühl von leichter Taubheit, ähnlich wie beim Sichuanpfeffer und Wasserpfeffer. Siehe auch Mohrenpfeffer über scharfe Gewürze allgemein. Auch Dorrigopfeffer bzw. die Blätter des tasmanischen Pfeffers schmecken scharf, allerdings fehlt ihnen jegliche Süße. Auch se erzeugen aber auf der Zunge jenes leichtes Gefühl von Taubheit, wie die Chinesen es am Sichuanpfeffer so schätzen.

         
          Etymologie

Der Gattungsname Tasmannia verweist auf das Vorkommen in Tasmanien, das wiederum nach dem holländischen Entdecker Abel Tasman (1603 –1659) benannt ist. Der Artname lanceolata bedeutet lanzenförmig und bezieht sich auf die Blattform. Das zu Grunde liegende lateinische Substantiv ist lancea Lanze.

 

Tasmanische Pfeffer

      ist ursprünglich in Australien bekannt und erhältlich, wo er in der einheimischen Küche eine zunehmend bedeutende Rolle spielt. Man verwendet ihn für so typisch australische Spezialitäten wie Emu-Hamburger und Kangaroo-Steaks; normalerweise werden Fleischstücke mit etwas tasmanischem Pfeffer und Öl mariniert und kurz gebraten oder gegrillt, oder man würzt fertige eintopfartige Speisen vor dem Servieren mit den frisch gemahlenen Pfefferkörnern. Langes Mitkochen wird nicht empfohlen.

Mir ist aber aufgefallen, dass mancher Wochenmarkt Händler gerne bei der Beschaffung auf dem Blumengroßmarkt hilft oder online bestellen, bei  http://www.kraeuter-und-duftpflanzen.de

 

Surftipp: Uni-Graz

 

 

Pflanzen - Tipp Nr.2:

Knopfbusch

Cephalantus occidentalis

foto:h.haakDer aus Nordamerika stammende, hier gar nicht so bekannte Cephalantus occidentalis wird dort wegen seiner üppigen Blütenpracht, die magische Anziehungskraft auf Schmetterlinge ausübt, geschätzt. Die duftenden, cremeweißen Röhrenblüten erscheinen von Juli bis September und stehen  ungestielt in kugeligen Köpfchen. Anschließend entstehen eigenwillige Früchte, die auch noch im Winter haften bleiben. Auch die ungewöhnliche Rinde macht den Kopfbusch zu einem im Winter interessanten Strauch.

Aus den Röhrenblüten des Kopfbusches ragen die Staubgefäße hervor. Dadurch wirken die Blütenbälle so, als ob sie mit vielen kleinen Nadeln gespickt wären.

Pflege:

Es gibt viele pflege Tipps im Web. Ich habe gute Erfahrungen gemacht:

Feucht (Sumpf-; Tundrapflanze), Sonne/ Halbschatten, Düngen mit Kaffeesatz, Tee (!) da leichter "saurer" PH-Wert 5,5-6.0

Bei mir steht der Busch schon im dritten Jahr und 2 Winter (extrem Winter - Hamburg) überstanden.

 

Schnitt:

Einzelne Triebe oder auch der gesamte Strauch können bei Bedarf ein wenig eingekürzt werden. Die beste Zeit hierfür ist direkt nach der Blüte oder alternativ zum Ende des Winters, bevor die Pflanze wieder neu austreibt. Ein Knopfbusch wächst mit 10 bis 20 Zentimetern pro Jahr aber recht langsam, daher ist ein Schnitt nur selten nötig. Sollte er unförmig geworden sein, verträgt er aber auch einen radikalen Rückschnitt. Abgestorbene Triebe werden am besten direkt nach dem Winter entfernt, damit die Pflanze wieder neu austreiben kann.>>

Familie: Rubiaceae
Herkunft: Nordamerika (Kanada, USA)
Temperaturminimum: -25 °C , Überwinterung im Topf: 5 (±8) °C               Blüte: Sommer, weiß
Wuchsform: Strauch, Höhe: 0,5-1,5 m , Standort: sonnig bis halbschattig

 

Pflanzen - Tipp Nr.4:

Johannisbrotbaum

Karobe
Ceratonia siliqua

 

Vorweg eine Anmerkung:

Dieser Baum sollte bei uns als Kübelpflanze gepflanzt werden, da er sichtlich (!) über 5 Meter groß wird!

Beim Johannisbrotbaum handelt es sich um einen immergrünen bis zu 15m hohen Baum. Die frisch ausgetriebenen Blätter sind rötlich und weich. Später werden sie grün, ledrig und härter. Sie sind wechselständig und bestehen aus 6 bis 10 gegenständigen Blättchen. Der Baum bildet eine ausladende Krone und kann auch in unseren Breiten, im Topf, zu einem wunderschönen kleinen Baum gezogen werden. Die Blüten stehen in kleinen schlanken Trauben direkt an den Ästen. Bei unserem Klima ist aber kaum mit Blüten zu rechnen. Was denn Vorteil hat, dass man während der Blütezeit nicht in den "Genuss" des sehr unangenehmen Geruchs der Blüte kommt.

 

Anzucht / Vermehrung:

Aus den Schoten des Baumes, die Sie aus dem Italien-oder Türkeiurlaub mitbringen oder zum Teil auch bei uns in Geschäften erhalten, entnehmen sie die braunen Samen. Diese werden anschließend maximal 2-3mm unter die Erde gelegt. Angießen und Pflanzgefäß an einen warmen, halbschattigen Ort stellen. Nachdem die Pflanzen gekeimt sind und die ersten Blätter bilden, können sie vorsichtig an die pralle Sonne gewönnt werden.

 

Der Naturstandort des Johannisbrotbaums sind steinige Hanglagen. Er ist daher an nährstoffarmes, steiniges und wasserableitendes Substrat gewönnt. Sand und Schotter mit etwas Humus vermischt sind gut als Substrat geeignet. Vermeiden Sie Beigaben von Torf. Sehr gut eignet sich auch fertiggemischte Kakteenerde, wie sie im Handel angeboten wird.

 

Gießen

Der Baum ist relativ resistent gegen Trockenheit. Anhaltende Staunässe an den Wurzeln sagen ihm jedoch nicht zu. Besonders im Winter muss weniger gegossen werden. Giessen mit Regenwasser sagt der Pflanze zu, ist aber nicht unbedingt nötig, da auch kalkiges Leitungswasser gut vertragen wird.

 

Fruchtnutzung:

Ist die Frucht reif, hat sie einen süßlich-aromatischen Geschmack. Sie kann gekaut werden oder getrocknet und gemahlen zu einem Kakao ähnlichen Getränk zubereitet werden.
Ein weiterer Verwendungsbereich ist die Lebensmittelindustrie (Verdickungsmittel)

 

Fruchtbildung / Ernte:

Bei uns kann man erst nach vielen Jahren mit Früchten rechnen. Es handelt sich bei den Früchten um braun-schwarze, 10 bis 25cm lange Hülsen. Sie können gebogen oder gerade sein und haben einen hervorstehenden Rand. Die harten Samen (bis zu 15 Stück) sind in das weiche braune Fruchtfleisch im Inneren der Hülsen eingebettet. Aus: www.tropenland.de

 

 

----

 

     Home     Geschichte      Bilder     Vorstand     Links     Gästebuch     Standort     Freie Parzellen        Merkblätter                                                                                                                                                                                                           Kontakt   Impressum