Laubengarten - Verein von 1913 e.V.

Mitglied im Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg e.V.

Upload: 31.12.2009

        Home     Geschichte      Bilder     Vorstand     Links     Gästebuch     Standort     Freie Parzellen                                             * Kontakt ?Impressum

 

 

  Rezepte Kochen Backen Kochrezepte
 

www.baldur-garten.de

 

 Hallo! Sie sind unser

                         

  Besucher – Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

top

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Hallo! Sie sind unser

                         

  Besucher – Danke!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

90 Jahre

Laubengarten-Verein von 1913 e.V. (530)

Chronik

 

Es war am Alten Teichweg, wo sich siebzehn Kleingärtner an einem Apriltag des Jahres 1913 im Lokal Harms einfanden. Sie schlossen sich zu einer Gemeinschaft zur Überwachung ihrer Laubengärten am Alten Teichweg/Kielkamp zusammen, die durch die vielen Diebstähle recht schutzbedürftig waren. Aus diesem Zusammenschluss entstand am 13.Oktober 1913, mit ca. 100 Gründungsmitgliedern, der „Laubengartenverein Teichweg-Kielkamp e. V.“. Unter dem Vorsitz von Karl Benzin hielten die Gartenfreunde das Gelände bis 1915, dann wurde das Gelände für den Ausbau des Stadtteils Barmbek gebraucht. Die Kleingärtner – es waren mittlerweile 180 geworden –  räumten also ihren Grund und zogen an das obere Ende des Alten Teichwegs, an die Wiesenkoppel, westlich des Dulsbergbades.

Unter Führung der Vorsitzenden, Gartenfreunde Seligmann und Malke (bis 1926) wurde dieses Gelände kultiviert. Bereits 1925 errang der Laubengartenverein von 1913, wie er nun hieß, den 1.Preis des Hamburger Senates. 1926 übernahm Gartenfreund Otto Hink die Vereinsleitung. Es wurden ein Vereinshaus und ein Kinderspielplatz gebaut, aber bereits nach acht Tagen brannte das Haus – durch gemeine Brandstiftung verursacht – völlig nieder. Eine Umlage unter den zähen Mitgliedern ließ 1927 ein massives Vereinshaus entstehen.

Als 1926 Hamburgs Kleingärtnerschaft im Stadtpark die große Gartenausstellung zeigte, war es der Laubengartenverein, der einen der vier Mustergärten aufbaute. Leider war das Glück 1928 vorbei. Wieder einmal musste der Laubengartenverein dem Städtebau weichen. Otto Hink wurde mit seinem Verein nach Wandsbek umgesiedelt. Es fanden nur 86 Mitglieder Platz auf dem Gelände der Wandsbeker Abfuhrkoppel am Bernerweg, der heutigen Tilsiter Straße. Trotzdem guten Mutes bauten diese 86 „Laubengärtner“ das Gelände nach einem Plan des Hamburger Kleingartenamtes, das den modernsten Gesichtspunkten entsprach, wieder auf.  Die Mitte bildeten das Vereinshaus (das Dach des Hauses hatte man vom Dulsberg mitgebracht) und ein Spielplatz.

Für diese grandiose Leistung unter der Führung des Vorsitzenden Otto Hink wurde dem "Laubengartenverein" 1930 als erstem Gartenverein überhaupt, der neue Wanderpreis der Hamburger Baubehörde verliehen. Groß ist die Zahl der Ehrungen und Preise, die der Verein errang. Um nur die Wichtigsten zu nennen: Alle drei Medaillen des Reichsverbandes in Bronze, Silber und Gold, ebenso die zwei des "Landesverbandes Groß-Hamburg" in Bronze und Silber, sogar ein Ehrenpreis der Stadt Wien und des Preußischen Wohlfahrtverbandes, von den Diplomen aller Art ganz zu schweigen.

Der Krieg, und namentlich die Julinächte 1943 trafen die fast ausnahmslos in Hamburg wohnenden Mitglieder schwer. Von den 86 Mitgliedern mussten sich 67 Unterkünfte auf ihren Parzellen bauen. 1945 übernahm Otto Wichel von Otto Hartmann den Vorsitz des Laubengartenvereines. Er hat es geschafft, in unermüdlicher Kleinarbeit den mustergültigen Kleingärtnergeist wieder herzustellen. In musterhafter Gemeinschaftsarbeit wurde 1952 ein neues, massives Vereinshaus errichtet. Allwöchentlich trafen sich hier Mitglieder und Nachbarn aus Hinschenfelde zu fröhlichen und wertvollen kulturellen Veranstaltungen. Theateraufführungen derNiederdeutschen Bühne Süd-Holsteinwaren sehr beliebt.

1952 gewann der Laubengartenverein bei einem Wettbewerb der Hamburger Baubehörde die Wegbeleuchtung. Leider fielen das Vereinshaus mit 49 Parzellen 1959 der Erbauung der Wohnsiedlung Eydtkuhnenweg zum Opfer  (der Grund: wieder einmal die wachsende Stadt). Das Vereinshaus wurde auf Parzelle 69 umgesetzt, fiel dann aber 1966 endgültig der Sanierung zum Opfer. Es wurde erst aus Kosten-, später aus Platzgründen nicht wieder aufgebaut.

Im Jahre 1988 feierte der Verein unter dem Vorsitz von Achim Niedmers (1985 - 1990), sein 75-jähriges Bestehen. Hierzu waren auch Bundes- und Landespolitiker aller Parteien eingeladen, die vollmundig die Schreberbewegung lobten und versprachen, sich für ihren Bestand einzusetzen.

Zwei Jahre später dann die kalte Dusche: Durch den Bau des Aussiedlerheimes an der Pillauer Straße, und den zu erwartenden Bau des Blinden- und Altenheimes Falkenried wurde unser Vereinsgelände zuerst um zwei, später um fünf Parzellen verkleinert. Doch durch die Art der Vereinsführung von Horst Benzin, der den Vorsitz von 1991 bis 2003 übernahm, schöpften alle Mitglieder, vor allem die jüngeren wieder Mut. In dieser Zeit wurde auch, unter ideenreicher Mithilfe des Gartenfreundes Henner Woite das Symbol, dass heut zu Tage die Briefköpfe desLogo_laubengartenverein.deLaubengarten - Vereines ziert, geschaffen. 

Heute hat der Laubengarten-Verein von 1913 e.V. 32 Parzellen, 45 Mitglieder und 3 Förder- Mitglieder, die mit ihren Familien ihre Parzellen zur kleingärtnerischen Freizeitgestaltung nutzen. Viele Anwohner und Mitarbeiter der angrenzenden Gewerbebetriebe nutzen unsere „Grüne Oase“ mitten im Herzen Wandsbeks, um hier ihre Mittagspause und Freizeit zu genießen.

Diese Zeilen sind ein Stück Geschichte der Hamburger Kleingartenbewegung, die Dank solcher Gartenfreunde wie Karl Arndt, Otto Wichel und Horst Benzin auf Jahre hinaus dokumentiert wurden. Es ist eine Geschichte, die nicht verstummen darf und hoffentlich von unserer Jugend weiter dokumentiert wird.

Ein Zeitungsartikel von 1931 sticht mir dabei ins Auge:

Über alle Rückschläge und Hemmnisse hinweg hielt eines die Laubengärtner zusammen: Die Kameradschaft...

Wir hoffen, dass unser "Laubengartenverein" noch unberührt von den Plänen einer „wachsenden Stadt“ seinen 100. Geburtstag an der Tilsiter Straße feiern kann (Hh).

 

 

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1.Vorsitzender1945bis1968

vorstand1988
vorstand1995
vorstand2003
 

 

 

 

 

 

 

 

      top